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Telematikinfrastruktur: Vernetzung im Gesundheitswesen

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Telematikinfrastruktur: Digitale Vernetzung im Gesundheitswesen - und Mehraufwand für Praxen und Krankenhäuser Telematikinfrastruktur: Digitale Vernetzung im Gesundheitswesen - und Mehraufwand für Praxen und Krankenhäuser

Die sogenannte Telematikinfrastruktur (kurz: TI) hat das Ziel, eine digitale Vernetzung aller Beteiligten im Gesundheitssystem zu schaffen. Doch die Umsetzung ist nicht ohne: Vor allem im medizinischen Kontext spielt Datensicherheit eine wesentliche Rolle. Lesen Sie hier alles Wichtige rund um TI.

Was ist die Telematikinfrastruktur überhaupt?

Beim Wort „Telematik“ handelt es sich um einen Kunstbegriff, der sich aus „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammensetzt. Somit ist TI eigentlich selbsterklärend: Die Telematikinfrastruktur stellt die Basis für eine digitale Kommunikation im Gesundheitswesen dar.

Ziel ist es, dass sich Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen miteinander vernetzen können. Das zeigt sich enorm papiersparend – denkt man nur an die zahlreichen Arztbriefe, die zum Beispiel nach einer Überweisung eines Patienten versendet werden. Auch ermöglicht die TI eine Übertragung in Echtzeit, was die Abläufe allgemein beschleunigen dürfte.

Die große Herausforderung der Umsetzung ist jedoch die Datensicherheit. Gesundheits- und Patientendaten sind enorm sensibel und dürfen nicht in die falschen Hände geraten. Aus diesem Grund haben auch nur registrierte Nutzer mit einem elektronischen Heilberufs- und Praxisausweis Zugang zum TI-Netz.

Stichtag 30. Juni: Gemischte Bilanz

Stichtag für die Umsetzung der TI war der 30. Juni 2019 – das ist auch im sogenannten E-Health-Gesetz verankert. Verzögerungen bei der Bereitstellung der notwendigen Technik haben den Umstellungsprozess dabei in die Länge gezogen.

Ob bisher alle Vertragsärzte und Psychotherapeuten die gesetzlich vorgeschriebene Anbindung umgesetzt haben, ist einem Bericht des Ärzteblatts zufolge fraglich. Eine Verzögerung ist für Beteiligte des Gesundheitswesens aber nicht ohne Folgen. Denn: Wer die erforderliche Technik nicht bis zum Ende des ersten Quartals zumindest bestellt hat und dies auch gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen kann, bekommt einen Honorarabzug von 1 Prozent.

Umstellung auf TI: Das ist notwendig

Wer in seiner Praxis auf die Telematikinfrastruktur umstellen möchte bzw. muss, benötigt nicht nur eine von der gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH zertifizierte technische Ausstattung. Auch einige grundlegende Hard- und Software-Änderungen stehen mit TI im Zusammenhang:

  • TI-fähiges Praxisverwaltungssystem auf dem neuesten Stand der Technik
  • Praxisausweis zur Registrierung und Verifizierung als medizinische Einrichtung
  • eHealth-Kartenterminals zum Einlesen der neuen Gesundheitskarte
  • sogenannter Konnektor: sicherer Router
  • Virtual Private Network (VPN)

Nur, wenn diese technischen bzw. administrativen Voraussetzungen erfüllt sind, können Praxen ans TI-Netz gehen. Doch diese Umstellungen stehen mit einem enormen zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand in Verbindung. Letzteres übernehmen die Krankenkassen. Was die technische Umsetzung bei Ihnen vor Ort im Raum Bingen und Hückelhoven betrifft, stehen wir von GAUL.IT Ihnen gerne beratend zur Seite.

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